Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Haarfollikel angreift. Es handelt sich nicht um eine direkte Folge von Nährstoffmangel und Haarausfall, auch wenn ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Zink, Eisen oder Vitamin D den Zustand verstärken oder begleiten kann. Nährstoffmangel und Haarausfall werden oft gemeinsam betrachtet, da Mängel den Haarausfall beeinträchtigen können.


Die Hauptursache: Eine Autoimmunreaktion

Die genaue Ursache von kreisrundem Haarausfall ist unklar, aber es wird angenommen, dass eine genetische Veranlagung und bestimmte Auslöser wie Stress, Infektionen oder Allergien eine Rolle spielen. Häufig hängt ein Nährstoffmangel mit Haarausfall zusammen, weil das Immunsystem die Haarfollikel angreift, was zu Entzündungen und zum Haarausfall in den typischen kreisrunden Flecken führt.


Nährstoffmängel als begleitende Faktoren

Während Nährstoffmängel nicht die direkte Ursache sind, können sie den Haarausfall beeinflussen. In der Diskussion um Nährstoffmangel und Haarausfall haben Studien gezeigt, dass bei Menschen mit kreisrundem Haarausfall häufiger folgende Mängel auftreten:

  • Zink: Zink ist wichtig für die Bildung von Keratin und Kollagen, den Hauptbestandteilen der Haare. Ein Mangel kann den Haarausfall begünstigen.
  • Eisen: Eisenmangel kann zu diffusem Haarausfall führen, aber auch bei kreisrundem Haarausfall eine Rolle spielen.
  • Vitamin D: Bei Betroffenen wurde oft ein niedriger Vitamin-D-Spiegel festgestellt. Es wird vermutet, dass ein ausgeprägterer Mangel mit einem schwereren Haarausfall einhergeht.
  • B-Vitamine (insbesondere Biotin und Folsäure): Diese Vitamine sind essenziell für den Stoffwechsel und die Zellteilung in den Haarwurzeln. Ein Mangel kann das Haar brüchig machen und Haarausfall begünstigen.

Die wichtigsten Lebensmittel gegen Nährstoffmangel

Um Mängeln an Zink, Eisen und Vitamin D entgegenzuwirken, können Sie die folgenden Lebensmittel in Ihre Ernährung integrieren, um so möglichen Nährstoffmangel und Haarausfall zu vermeiden.

Zink

Zink ist besonders in tierischen Produkten gut verfügbar, aber auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und damit wichtig, um Veränderungen im Zusammenhang mit Nährstoffmangel und Haarausfall zu vermeiden:

Tierische Quellen

  • Austern
  • Rindfleisch und Leber
  • Käse (z.B. Edamer, Gouda)
  • Garnelen

Pflanzliche Quellen

  • Samen (Sesam, Kürbiskerne, Mohn)
  • Nüsse (Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse)
  • Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Sojabohnen)
  • Vollkorngetreide (Haferflocken, Dinkel, Roggen)

Eisen

Eisen aus tierischen Quellen (Hämeisen) kann der Körper besser aufnehmen als Eisen aus pflanzlichen Quellen (Nicht-Hämeisen). Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen lässt sich jedoch durch die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C verbessern, was die Gefahr von Nährstoffmangel bei Haarausfall verringert.

Tierische Quellen

  • Innereien (Leber, Niere)
  • Rotes Fleisch (Rind, Wild)
  • Blutwurst

Pflanzliche Quellen

  • Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen)
  • Getreide (Haferflocken, Hirse)
  • Samen und Nüsse (Sesam, Pistazien, Cashewkerne)
  • Trockenfrüchte (getrocknete Aprikosen, Feigen)
  • Grünes Gemüse (Spinat, Mangold, Schwarzwurzeln)

Vitamin D

Der Körper produziert Vitamin D hauptsächlich durch Sonnenlicht auf der Haut. Über die Ernährung kann nur ein kleiner Teil des Bedarfs gedeckt werden. Ist er nicht gedeckt, kann ein Nährstoffmangel möglicherweise den Haarausfall beeinflussen.

Tierische Quellen

  • Fettreiche Fische (Lachs, Hering, Makrele, Aal)
  • Lebertran
  • Eigelb
  • Bestimmte Käsesorten (z.B. Emmentaler, Gouda)
  • Leber

Pflanzliche Quellen

  • Pilze (Steinpilze, Pfifferlinge, Champignons), besonders wenn sie vor dem Verzehr kurz in die Sonne gelegt wurden
  • Mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel wie Margarine oder einige vegane Milchprodukte.

Susanne Gress


Susanne Gress ist mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem einfühlsamen Wesen die herzliche Seele des Perücken Kompetenzzentrums Esslingen. Seit vielen Jahren widmet sie sich mit Leidenschaft dem Thema Perücken und Haarersatz, wobei ihr Fokus stets auf den individuellen Bedürfnissen und dem Wohlbefinden ihrer Kunden liegt. Ihre Expertise, insbesondere im Umgang mit sensiblen Situationen wie Haarausfall durch Chemotherapie, macht sie zu einer gefragten und vertrauenswürdigen Ansprechpartnerin. Mit ihrem fundierten Fachwissen und ihrem tiefen Verständnis für Stil und Schönheit schafft sie es, nicht nur die passende Perücke zu finden, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln.

Peter Gress


Peter Gress ist seit 1973 ein erfahrener Friseurmeister und war 36 Jahre lang selbstständiger Friseurunternehmer. Als IHK-geprüfter Strategieberater bringt er umfassendes Fachwissen in die Beratung ein und ist heute als Friseurfach-Berater eine tragende Säule im Perücken Kompetenzzentrum. Seine langjährige Praxis und sein Engagement für Qualität machen ihn zu einem vertrauenswürdigen Experten in seinem Fachgebiet.