Haarausfall kann beunruhigend sein und hat oft tiefer liegende Gründe. Wenn es um die Verbindung zwischen Blutwerte und Haarausfall geht, suchen viele Betroffene nach der Ursache, wenn die Haare dünner werden oder sich lichte Stellen bilden. Ein Blutbild ist dabei ein essenzieller Schritt. Es kann nicht nur Mangelerscheinungen aufdecken, sondern auch hormonelle oder entzündliche Ungleichgewichte, die für den Haarausfall verantwortlich sind.
Doch welche Blutwerte sind entscheidend und was bedeuten sie?
Nährstoffmängel als häufige Ursache
Ihre Haarfollikel benötigen eine konstante Versorgung mit Nährstoffen, um gesundes Haar zu produzieren. Ein Mangel kann das Haarwachstum stören, ebenso wie unzureichende Blutwerte, die zu Haarausfall führen können.
- Eisen (Ferritin): Eisen ist unerlässlich für den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln. Ein niedriger Ferritinwert, also ein Mangel an Speichereisen, ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall, insbesondere bei Frauen.
- Zink: Dieses Spurenelement ist wichtig für die Zellregeneration und die Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil unserer Haare. Ein Zinkmangel kann das Haar brüchig machen und Haarausfall fördern.
- Vitamine (B12, D, Biotin): Ein Mangel an diesen wichtigen Vitaminen kann sich ebenfalls in Form von Haarausfall zeigen. Vitamin D spielt eine Rolle bei der Bildung neuer Follikel, während Vitamin B12 und Biotin essenziell für gesunde Zellprozesse sind.
Hormonelles Ungleichgewicht im Blick
Hormone steuern viele Körperfunktionen, so auch das Haarwachstum. Ein Ungleichgewicht kann zu verschiedenen Formen der Alopezie führen. Wichtig hierbei sind die Blutwerte, die helfen, schädliche hormonelle Veränderungen zu erkennen. Diese Veränderungen können oft mit Haarausfall zusammenhängen.
- Schilddrüsenhormone (TSH, T3, T4): Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann zu diffusem Haarausfall führen. Die Überprüfung dieser Werte gehört daher zur Standarddiagnostik.
- Androgene (Sexualhormone): Bei Frauen kann eine androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) durch erhöhte Spiegel von männlichen Hormonen, den Androgenen, verursacht werden. Hier werden unter anderem Testosteron und DHEAS gemessen.
Wenn das Immunsystem die Haare angreift
Manchmal ist der Haarausfall ein Zeichen einer Autoimmunerkrankung, bei der spezifische Blutwerte einen wichtigen Hinweis geben können. Bei der Alopecia areata, dem kreisrunden Haarausfall, greift das Immunsystem die eigenen Haarfollikel an. Bluttests, insbesondere die Untersuchung spezieller Blutwerte, können Hinweise darauf geben.
- Antinukleäre Antikörper (ANA): Ein erhöhter Wert kann auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten, die auch Haarausfall als Symptom haben kann.
Fazit: Suchen Sie die Ursache gezielt!
Haarausfall ist ein komplexes Thema, und die Blutwerte sind ein wichtiger Puzzlestein, um die Ursache zu finden. Ein Arzt, vorzugsweise ein Dermatologe oder Haarspezialist, wird die Ergebnisse der Blutuntersuchung immer im Zusammenhang mit Ihrer Krankengeschichte, Ihren Lebensumständen und weiteren klinischen Befunden betrachten. Blutwerte und Haarausfall sollten nicht isoliert betrachtet werden.
Wenn Sie unter Haarausfall leiden, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen und die notwendigen Untersuchungen zu veranlassen. Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden.
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Susanne Gress

Susanne Gress ist mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem einfühlsamen Wesen die herzliche Seele des Perücken Kompetenzzentrums Esslingen. Seit vielen Jahren widmet sie sich mit Leidenschaft dem Thema Perücken und Haarersatz, wobei ihr Fokus stets auf den individuellen Bedürfnissen und dem Wohlbefinden ihrer Kunden liegt. Ihre Expertise, insbesondere im Umgang mit sensiblen Situationen wie Haarausfall durch Chemotherapie, macht sie zu einer gefragten und vertrauenswürdigen Ansprechpartnerin. Mit ihrem fundierten Fachwissen und ihrem tiefen Verständnis für Stil und Schönheit schafft sie es, nicht nur die passende Perücke zu finden, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit und Zuversicht zu vermitteln.
Peter Gress

Peter Gress ist seit 1973 ein erfahrener Friseurmeister und war 36 Jahre lang selbstständiger Friseurunternehmer. Als IHK-geprüfter Strategieberater bringt er umfassendes Fachwissen in die Beratung ein und ist heute als Friseurfach-Berater eine tragende Säule im Perücken Kompetenzzentrum. Seine langjährige Praxis und sein Engagement für Qualität machen ihn zu einem vertrauenswürdigen Experten in seinem Fachgebiet.
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