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Es geht mir nicht nur um Haare – es geht mir immer um den ganzen Menschen

Susanne Gress

Warum wir die Zweithaar – Spezialisten sind

Willkommen in unserem Perücken-Kompetenzzentrum

Erst die Diagnose Krebs, dann die Chemotherapie und schließlich eine Perücke – dieser Werdegang ist für die Betroffenen ein harter Weg. Wie gehen wir als Friseure damit um? Wir haben intensiv darüber nachgedacht, was der Besuch eines Perückenstudios für Menschen mit drohendem Haarausfall bedeutet. Wir schauen genau auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer Krebserkrankung oder einem wie auch immer gearteten Haarausfall. Wir arbeiten daran, eine sensible und zeitintensive Beratung und Begleitung zu ermöglichen. Wir geben alles daran, um gute Berater für Menschen mit Haarverlust zu sein.

Denn die Diagnose Krebs verändert die Lebensumstände sofort und nachhaltig. Plötzlich konzentriert sich das ganze Leben nur noch auf dieses Thema. Krebs fordert daher uns Friseure nicht nur fachtechnisch heraus, wir müssen auch in unsere menschliche Befähigung investieren. Spezialisten im Zweithaarbereich sind in vielfacher Hinsicht zur Weiterbildung herausgefordert: Psychologie, Produktberatung und -kenntnis sowie Lebenshilfe. Wir kümmern uns um Menschen mit Haarausfall und haben im zweiten Stock über dem Salon ein Perücken-Kompetenzzentrum eingerichtet. Peter Gress begleitet gemeinsam mit seiner Frau Susanne die Krebspatienten, um rechtzeitig vor Chemo- und Strahlentherapie das Thema Haarersatz anzugehen. Die Zweithaar-Dienstleistung liegt uns sehr am Herzen..

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Von einer emotionalen Etappe zur nächsten

Karoline aus Nürtingen berichtet über ihre Krebsdiagnose, ihre Chemotherapie und ihre Perücke als ständigen Begleiter

Haare stehen für Attraktivität und Gesundheit – wenn sie aufgrund einer Krankheit ausgehen, verliert der Patient auch ein Stück seiner Identität. Auch für Karoline war die Diagnose Brustkrebs ein echter Schock. Noch bevor sie mit der Chemotherapie startete, wurde sie von Susanne Gress rund um das Thema Zweithaar beraten und begleitet. Heute verwahrt sie ihre Perücke in einer hübschen Schachtel  mit einem schönen Band versehen – zusammen mit allen Grußkarten von Freunden und der Familie und gemeinsam mit jenen Kleinigkeiten, die sie in dieser schwierigen Zeit begleitet haben.

Wenn Karoline von der Zeit ihrer Krebserkrankung, der Operation, den neun Chemo-Durchläufen, von der Bestrahlung und Antikörper-Therapie und den Wochen in der Reha spricht, stehen ihr die Tränen in den Augen. Dass die Diagnose im November 2014 ein einschneidendes Erlebnis war, ist bis heute spürbar. Die 54-Jährige rief damals gleich ihre Arbeitskollegin an: „Ich brauche von dir eine Perücke.“ Also rückte Susanne Gress zusammen mit den Katalogen im Klinikum an. Um eine Vorauswahl treffen und einige Modelle bestellen zu können, ist es sinnvoll, die Haare der Kundin noch in ihrer ursprünglichen Form zu sehen, um so Haarfarbe und Frisur nachempfinden zu können. „Die meisten Frauen wollen keine Veränderung auf dem Kopf, um von anderen nicht angesprochen zu werden und möglichst unauffällig zu sein“, erklärt Susanne Gress.

Das Zweithaar gibt ein Stück Normalität zurück, es signalisiert nach außen, dass alles wie gehabt ist – und das auch in der schweren Zeit. Um mit dem tiefen Einschnitt und den zwangsläufigen Veränderung gut umzugehen, braucht es neben der fachlichen Kompetenz viel Einfühlungsvermögen und ein vertrauensvolles Verhältnis. Karoline erinnert sich: „Schon nach der ersten Chemo gingen büschelweise die Haare aus. Meine Kopfhaut schmerzte, die Haare fühlten sich an wie Stroh.“ Also kam Susanne Gress zu ihr nach Hause, um bei der nächsten emotionalen Etappe zu helfen – dem radikalen Abrasieren. Der Abschied von der Mähne ist wie der Abschied vom bisherigen Leben…

Sensible Begleitung von Chemo-Patienten

Susanne Gress lupft vorsichtig die Perücke auf Karolines Kopf, streicht ihr vorsichtig die Strähnen aus dem Gesicht, lächelt sie optimistisch an. Bei der Begleitung von Chemo-Patienten geht es nicht nur um Äußerlichkeiten. Die Kundin soll sich zwar mit ihrem neuen Accessoire identifizieren, es wird anprobiert und angepasst. Doch eine Frau mit kahlem Kopf braucht in erster Linie nicht die neueste Mode, sondern Mut und Zuversicht. Es braucht einen Partner, der Ängste, Traurigkeit und Unsicherheit ernst nimmt – so wie Susanne Gress es tut: „Ich lasse mich auf die Kunden und ihre besondere Situation ein.“

Mit einem guten Gespür für ihr Gegenüber, mit ihrer direkten und doch sensiblen Art nimmt sie ihre Kunden an die Hand – einfühlsam, geduldig, ohne sie zu bemuttern. „Da ich seit über 20 Jahren im Krankenhaus arbeite, kenne ich viele Abläufe der Therapien, die Medikamente, die Probleme – und kann individuelle Tipps geben. Ich will den Menschen ein Wohlgefühl bereiten.“ Die Perücke ist nur ein Teil davon.

„Mein gutes Stück sah total echt aus!“

Karoline fühlte sich optimal aufgehoben. Dass ihr Ehemann das aschig blonde Zweithaar mit den hellen Strähnen im ersten Moment gar nicht von den echten Haaren unterschieden konnte, erheitert die Mittfünfzigerin aus Nürtingen bis heute: „Mein gutes Stück sah total echt aus. Wer von meiner Krankheit nichts wusste, konnte den Unterschied nicht sehen.“ Ob im Büro oder beim Nordic Walking: insgesamt acht Monate war die Perücke ihr ständiger Begleiter. Für Chemopatienten werden Perücken aus qualitativ hochwertigem Kunsthaar empfohlen. Sie werden gewaschen und auf einem Ständer getrocknet – und bleiben immer in Form. Umständliches Föhnen, Glätten und Stylen entfällt – das ist gerade in Situationen, in denen es den Betroffenen schlecht geht, ein echter Vorteil.

Inzwischen hat Karolines Perücke ihren Dienst getan. Heute trägt sie eine andere Frisur, ihr Haarschnitt ist kürzer, frech und modern. „Lange Haare – das war die alte Karoline. Ohne diesen Schicksalsschlag hätte ich mich wohl nie so verändert“, resümiert sie. Nach der Diagnose ging es nur darum, die Therapien zu schaffen – und am Ende zu überleben. „Ich habe die Krankheit und den Haarverlust akzeptiert. Die kommen ja wieder. Und in der Zwischenzeit fühlte ich mich bestens von Susanne umsorgt.“

Susanne Gress

Susanne Gress hat immer ein offenes Ohr für Ihre Wünsche und unterstützt Sie bei der Lösung von Problemen.

Susanne Gress im Interview

Erst die Diagnose Krebs, dann die Chemotherapie und schließlich eine Perücke – dieser Werdegang ist für die Betroffenen ein harter Weg. Die Krankheit verändert die Lebensumstände sofort und nachhaltig. Krebs fordert Friseure nicht nur fachtechnisch heraus, sie müssen auch in ihre menschliche Befähigung investieren. Spezialisten im Zweithaarbereich sind in vielfacher Hinsicht zur Weiterbildung herausgefordert: Psychologie, Produktberatung und -kenntnis sowie Lebenshilfe. Gress Friseure hat intensiv darüber nachgedacht, was der Besuch eines Perückenstudios für Menschen mit drohendem Haarausfall bedeutet. Wie wird eine sensible und zeitintensive Beratung und Begleitung möglich? Was zeichnet gute Berater für Menschen mit Haarverlust aus? In einem eigenen Perücken-Kompetenzzentrum im zweiten Stock über dem Salon begleitet Peter Gress gemeinsam mit seiner Frau Susanne die Krebspatienten, um rechtzeitig vor Chemo- und Strahlentherapie das Thema Haarersatz anzugehen. Die Zweithaar-Dienstleistung liegt ihnen am Herzen.

Susanne Gress, seit wann können sich Menschen mit Haarausfall an Sie wenden?

Ich kümmere mich bei Gress Friseure inzwischen seit sieben Jahren um unsere Kunden und Kundinnen, die von Haarverlust betroffen sind.

Was genau ist dabei Ihr Aufgabenschwerpunkt?

Ich versorge Chemo-Patienten und Menschen mit Alopezie – also permanentem Haarverlust – mit Haarersatz. Das sind Kunsthaar- und Echthaar-Perücken sowie Haarteile.

Wie hat das angefangen, dass Sie sich mit diesem Thema befassen?

Triebfeder waren Krebsfälle bei langjährigen Kunden. Jahrzehntelang haben wir diese Menschen in unserem Salon betreut – da war es uns ein Anliegen, sie in Form einer Zweithaar-Dienstleistung auch weiterhin begleiten zu können.

Krebs ist ein brisantes Thema – hatten Sie da nie Berührungsängste?

Nein. Ich bin seit mehr als 30 Jahren im Gesundheitswesen tätig und habe täglich Kontakt mit Patienten und diversen Krankheitsbildern. Auch in der Familie habe ich einiges an Erfahrung gesammelt. Hinzu kamen tief berührende Geschichten aus dem Leben unserer Kunden. Da wurde mir klar, dass ich in diesem Bereich helfen kann und will.

Was genau umfasst Ihre Qualifikation?

Ich bin Zweithaarspezialistin und habe eine zweijährige Ausbildung zur Ayurvedischen Psychologischen Beraterin, mit Zertifizierung, absolviert. Daher bringe ich Teile meines Knowhows aus der Psychologie und Lebenshilfe ebenso ein wie medizinische Grundkenntnisse und Produktkenntnisse bei der Produktberatung.

Es braucht also mehr als nur Kenntnisse zum Zweithaar. Warum ist das so?

Kunden mit einer Krebsdiagnose sind physisch oft angegriffen oder instabil, sie brauchen eine völlig andere Betreuung als im üblichen Salonalltag. Der Haarersatz ist zwar der Ausgangspunkt und das Endprodukt, tatsächlich aber geht es um einen Menschen in einer schwierigen Situation. Es ist mitunter sehr schwer, mit der Diagnose und deren Folgen umzugehen. Hier möchte ich unterstützen.

Was ist also Ihr Ansatz?

Mir ist eine ganzheitliche Beratung sehr wichtig, bei der immer der Mensch im Vordergrund steht. Dafür habe ich viel Zeit und Geduld – das erleben Patienten eher selten. Erst einmal ankommen, Vertrauen zueinander finden, intensive Gespräche führen, eine Beziehung aufbauen – das passiert in den sehr persönliche Begegnungen. Ich bin für meine Kunden ganz da.

Wie wird Ihre Dienstleistung abgerechnet?

Meine Kunden bringen ein Rezept vom behandelnden Arzt mit. Ich berechne die Zuschüsse und den Eigenanteil, kümmere mich um die Abwicklung mit der Krankenkasse und übernehme die ganze Administration rund um die Bestellung.

Was bekommen die Kunden außer der Perücke?

Bei uns gibt es das „Rundum-Sorglos-Paket“. Das Zweithaar wird ausgesucht, bestellt und dann probiert und anschließend, falls notwendig, von unseren Friseuren angepasst. Passendes Shampoo und Pflege, sowie Trockenständer liefern wir gleich mit. Ich gebe Tipps und Ratschläge – nicht nur für den Umgang mit der neuen Haarpracht, sondern insgesamt für die Zeit der Therapie.

Was zeichnet Sie für diese Tätigkeit besonders aus?

Ich kann mich sehr gut in die Menschen hinein versetzen und gehe sensibel mit ihnen um. Das Vertrauen zueinander ist einzigartig und gibt mir Kraft, diese ganz besondere Art von Tätigkeit auszuüben. Das Feedback meiner Kunden bestärkt mich – das was ich tue, mache ich richtig so. Es geht mir auch vordergründig nicht darum, Haare zu verkaufen – sondern um die gute Begleitung des Menschen in dieser schweren Zeit.

Und wie verarbeiten Sie die oft schlimmen Schicksale?

Ich habe in meiner Ausbildung zur „Ayurvedischen Psychologischen Beraterin“ gelernt mich zu „schützen“ und wahre eine gewisse emotionale Distanz und Professionalität. Die Verbindungen bleiben oft noch lange erhalten, die Kunden schreiben mir Postkarten und Emails. Und ich bin in Gedanken oft bei diesen Menschen…

Wie alt sind Ihre Kunden und Kundinnen?

Aus allen Generationen, größtenteils sind sie zwischen 45 und 60 Jahren alt – doch manchmal sind auch ganz junge Mädchen dabei. Ihnen allen möchte ich ein neues Strahlen schenken, ein kleines Glück, wenn sie mit neuer Frisur und Glanz in den Augen den Salon verlassen.

Warum sollte jemand mit dem Thema Perücken zu Gress Friseure kommen?

Wir arbeiten sehr professionell und gehen auf jeden Kunden individuell ein. Wir nehmen uns viel Zeit um den Kunden zufrieden zu stellen, „überfahren“ ihn aber nicht. Wir haben auf einer extra Etage über dem Salon einen Beratungsraum eingerichtet. Wenn der Kunde will, kann er einen gesonderten Eingang benutzen, um nicht mit den Kunden konfrontiert zu werden, die gerade geschnitten, geföhnt und gestylt werden. In angenehmer Atmosphäre und in aller Ruhe kann man sich austauschen. Die Anonymität ist gesichert, es ist ein geschützter Rahmen, in dem ich auf meine Kunden eingehe. Das wichtigste Anliegen ist es uns, dass der Kunde sich in der Zeit, in der er bei uns ist, sich wohl fühlt.

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